Was bringen Sportgetränke?

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Zuletzt aktualisiert:

22. Januar 2024

Es gibt zahlreiche Sportgetränke, doch was sind die Unterschiede und was bringen sie? Hier erfährst du alles wissenswertes.

Sportgetränke

Autor:

Colin Glattfelder, Sport- und Bewegungswissenschaftler, Medbase Checkup Center

Es gibt zahlreiche isotonische Sportgetränke auf dem Markt. Doch was ist ihr Vorteil gegenüber von Wasser oder anderen Getränken? Wahlweise sind die Sportgetränke mit oder ohne Kalorien und in verschiedenen Darreichungsformen wie Gel, Tabletten, Pulver oder in Flüssigkeit zu haben. Zudem wird zwischen hypertonischen und hypotonischen Getränken unterschieden. Wann welches Produkte sinnvoll ist, erfährst du hier.

Warum bei intensiven Sporteinheiten isotonische Getränke empfehlenswert sind

Beim «normalen» Sport machen ist es meistens ausreichend Wasser nach Gefühl zu trinken. Jedoch bei längeren und sehr intensiven Sporteinheiten oder wenn die Aussentemperaturen sehr hoch sind, werden durch die vermehrte Schweissproduktion des Körpers lebenswichtige Elektrolyten ausgeschwemmt. Die gelösten Mineralsalze sind für den Körper unerlässlich, um eine normale Nerven- und Muskelfunktion aufrecht zu erhalten. Deswegen empfiehlt es sich in solchen Situationen auf isotonische Sportgetränke, also Flüssigkeit mit gelösten Elektrolyten, zurück zu greifen. Ansonsten drohen Leistungseinbussen oder im schlimmsten Fall gesundheitliche Probleme wie bspw. Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Herzrhythmusstörungen. 

Trinken, um den Energiespiegel aufrechtzuerhalten 

Zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit, beispielsweise während eines Wettkampfes ist es nötig, dass der Körper auch mit Energie versorgt wird. Denn der Energiebedarf kann höher sein als der Körper aus seinen Fett- und Glykogenreserven (Glykogen ist die Speicherform von Zucker/Kohlenhydraten) bereitstellen kann. Für solche Fälle sind isotonische Getränke mit Kohlenhydraten empfehlenswert. Viele Sportgetränke enthalten Kohlenhydrate in Form Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). 

Unterschied zwischen hypertonische und hypotonische Sportgetränke 

Je nach Aktivität und Ziel eignen sich hypertonische oder hypotonische Sportgetränke, da sie unterschiedlich viel Elektrolyte und Kohlenhydrate enthalten. Leicht hypotone Getränke werden am schnellsten aufgenommen, weil die Konzentration der gelösten Zucker- und Salz-Teilchen geringer ist als die im Blut. Sie sind daher für kürzere, weniger intensive Aktivitäten geeignet. Hypertonische Sportgetränke hingegen enthalten mehr gelöste Stoffe als das Blut und eignen sich daher für längere Ausdaueraktivitäten. 

Selbst hergestellte isotonische Getränke

Viele natürliche Lebensmittel wie Kokoswasser, Fruchtsäfte oder Smoothies können als Alternative zu kommerziellen Sportgetränken dienen. Zudem ist es auch möglich sich selber ein Getränk zumischen. Bei der Wahl des Getränkes ist es wichtig, den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben gerecht zu werden, beispielsweise Fruchtsäfte werden von vielen weniger gut vertragen. Dann kann beispielsweise als Basis für selbstgemischte Sportgetränke auf Wasser oder Früchtetee ausgewichen werden. Auf der Website der «Swiss Sports Nutrition Society» finden sich viele Rezepte. 

Rezept für ein selbstgemixtes isotonisches Sportgetränk

  • 1/3 Liter Orangen- oder Apfelsaft
  • 2/3 Liter Wasser
  • 1 Prise Salz
  • etwas Maltodextrin

Wer ist Medbase?

Medbase ist das grösste multidisziplinäre sportmedizinische Netzwerk der Schweiz und bietet spezialisierte sportmedizinische Dienstleistungen für Athletinnen und Athleten, Vereine und Sportverbände aller Aktivitätsstufen in den Bereichen Sportmedizin, Sportphysiotherapie, Leistungsdiagnostik und Trainingsberatung.

www.medbase.ch/sport/


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